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Dissolution in Space

Es begann mit einer Frage, die ich mir nicht bewusst gestellt hatte: Was bleibt, wenn sich eine Form im Raum auflöst?

„Dissolution in Space“ ist ein Werkzyklus, der 2024 begann und 2025 in Basel zu einem der grössten zusammenhängenden Projekte meiner Arbeit wurde. Dreizehn grossformatige Gemälde, alle in Acryl und Collage auf Leinwand, alle gerahmt – und doch jedes für sich eine eigene Welt.

Was alle Werke verbindet: Grosse, collagierte Papierbahnen in gedämpften Tönen bilden den Grundkörper jedes Bildes. Darauf – oder darin – tauchen dichte Mosaike auf: Fragmente vergangener Bilder, Farbproben und Papierschnipsel, die ich über Jahre gesammelt und verdichtet habe. Diese Mosaike sind das Gegenteil der ruhigen Flächen – kleinteilig, bunt, unvorhersehbar. Zwei Welten, die im selben Bild existieren, ohne sich aufzulösen.

Die Serie heisst „Dissolution in Space“ – nicht weil etwas verschwindet, sondern weil das Verschwinden selbst eine Form annimmt. Farbe bleibt. Textur bleibt. Das Fragment bleibt.

Maria Martin, Basel 2025